Laut Gründungsurkunde bestand 1919 nach dem Ende des 1. Weltkrieges in Nüziders ein Gemütlichkeitsklub. Durch musikbegeisterte Klubmitglieder wurde am 26.10.1919 die Sonnenberger Harmoniemusik gegründet.

Am 12. März 1938 wurde die „Sonnenberger Harmoniemusik“, wie alle Vereine, unter dem diktatorischen Regime Hitlers aufgelöst. Nachfolgerin wurde die Standschützenkapelle. 1941 wurden die Proben eingestellt, da fast alle Musikanten in den Kriegsdienst eingezogen wurden. Im zweiten Weltkrieg sind Mitglieder der Harmoniemusik gefallen: Eduard Reutz, Karl Bickel, Arthur Steu und Martin Engstler.

 

Nach dem Krieg hielten der ehemalige Vorstand Heinrich Engstler und Ehrenobmann Benedikt Steu mit seinem Sohn Arthur das noch übrig gebliebene Eigentum der Musik zusammen.  1945 war der Fortbestand der „Harmoniemusik Sonnenberg“ gesichert und der Neuaufbau der Kapelle, in die Wege geleitet.

 

1955 schenkte Frau Maria Steu der Harmoniemusik neben ihrem Haus einen Bauplatz, wo 1956 unter Mitarbeit aller Mitglieder unser Musikheim fertig gestellt werden konnte. Am 7. Juli 1957 wurde die neue Vereinsfahne feierlich eingeweiht, Fräulein Liselotte Hosp übernahm die Patenschaft für die prächtige Fahne, die im Kloster Altenstadt angefertigt worden war.

Anfangs der 60-er Jahre bemühte sich die Vereinsleitung, die Musikanten neu einzukleiden. Die bisher getragenen Uniform wurde abgelegt und eine Tracht angeschafft. welches Dank der großzügigen Unterstützung seitens der Gemeinde und Ortsbevölkerung verwirklicht werden konnte. Zum „Tag der Blasmusik“ im Jahre 1964 zeigte die Harmoniemusik ihre neue schmucke „Vorarlberger Winzertracht“ erstmals der Öffentlichkeit. Im gleichen Jahr veranstaltete die Sonnenberger Harmoniemusik ihr 45-jähriges Bestandsjubiläum.

 

Eine große Ehre wurde dem Musikverein zuteil, als sie zum traditionellen 1. Mai – Umzug 1968 in die Bundeshauptstadt Wien eingeladen wurden. Die Wiener Bevölkerung war vom sieben Kilometer langen Aufmarsch mit anschließendem Konzert in der Innenstadt begeistert. Das 50-jährige Wiegenfest im Jahre 1969, verbunden mit dem Bludenzer Bezirksmusikfest mit Wertungsspielen und Festumzug mit Gastkapellen, war für jeden Nüziger ein besonderes Ereignis. Bei der Wiener internationalen Gartenschau 1974 traten zum Wettbewerb Musikkapellen aus Italien, Spanien und Österreich. Mit dabei die „Nüziger Musig“. Die Teilnahme beim Landesmusikfest Salzburg 1977 war eine Ehre.

All diese Ausrückungen wurden zu unvergesslichen Erlebnissen.